Straffes Bindegebe von Innen & Außen!

Bindegewebe: Was ist das eigentlich?

Das Bindegewebe ist ein elementarer Bestandteil unseres Körpers. Hierbei handelt es sich um ein Stützgewebe, das sowohl in der Haut als auch im Muskel- und Fettgewebe vorkommt. Wichtigster Nährstoff des Bindegewebes sind Kollagenfasern, die für ausreichend Elastizität und Festigkeit sorgen. Verlieren die Kollagene an Spannkraft, spricht man von einer Bindegewebsschwäche.

Warum ist das Bindegewebe so wichtig?

Oft wird die Funktion des Bindegewebes aus rein ästhetischer Perspektive betrachtet: Starkes Bindegewebe trägt zu einem schönen, straffen Hautbild bei. Es erfüllt jedoch noch weitaus mehr Aufgaben im Körper:

Das Bindegewebe hilft, wie die Leber und die Nieren, bei der Entgiftung. Es versorgt die Organe und anderes Gewebe mit Nährstoffen und transportiert Schadstoffe ab. Das Bindegewebe stützt die Organe und hält sie in die richtige Position. Die Nervenimpulse werden über die Zellzwischenmasse des Bindegewebes übertragen. Das Bindegewebe reguliert ebenfalls das Säure-Basen-Gleichgewicht. Es nimmt Säuren auf und neutralisiert sie. Durch die Elastin-Fasern sorgt das Bindegewebe für geschmeidige Bewegungen.

Ursachen für schwaches Bindegewebe

Bindegewebsschwäche wird vererbt oder durch andere Faktoren ausgelöst. Ungesunde Ernährung, UV-Strahlung sowie mangelnde Bewegung sind die Hauptfaktoren für den Abbau von Kollagenfasern.

Aber auch die Übersäuerung spielt eine Rolle. Wenn dem Organismus mit der Nahrung zu viele Säuren zugeführt werden, kann dies einerseits das Stützgerüst und andererseits das lockere Gewebe gefährden. Alkohol, Nikotin, und der Verzehr zu vieler säurebildender Nahrungsmittel führen zur Übersäuerung, da der Organismus all die Säuren nicht ausreichend verstoffwechseln kann.

 Die wichtigsten Bausteine für ein straffes Bindegewebe

Gute Ernährung ist das A & O

Es gibt jetzt wissenschaftliche Beweise, die belegen, dass „Ernährungstherapie“ ein Schlüsselfaktor bei der Reparatur von Bindegewebe ist. Durch die Schaffung der richtigen „Ernährungsumgebung“ können wir neues Wachstum anregen und den Reparaturprozess beschleunigen. Daher ist es wichtig, dass Menschen, die daran arbeiten, ihre Diastase zu schließen, auf die ernährungsphysiologische Komponente des heilenden Bindegewebes achten.

VITAMINE & MINERALIEN Zur Heilung des Bindegewebes werden eingesetzt:

Vitamine: A, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12, C, D, E und K.

Mineralien: Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen, Zink, Selen, Mangan,Kupfer.

Besonders wichtig ist Vitamin C. Vitamin C fördert die Heilung des Bindegewebes und aller anderen Weichteile auch, weil es die Produktion von Elastin und Neurotransmittern fördert, die dabei notwendig sind. Sie können Lebensmittel mit Vitamin C in einer Vielzahl von frischem Obst und Gemüse finden, wie Kiwis, Papaya, Erdbeeren, Ananas, Kiwi, Orangen, Grünkohl, Paprika, Tomaten und Brokkoli.

Vitamin E ist ein weiteres Antioxidans. Vitamin E ist entscheidend, um gesunde Zellmembranen zu erhalten und verletztes Gewebe bei der Heilung zu unter-stützen. Dieses Mineral neutralisiert freie Radikale, die sonst die Lipide in den Zellmembranen angreifen. Diese Lipide helfen, Gewebe zu reparieren. Holen Sie sich Vitamin E von Sonnenblumenkernen, Mandeln, Eiern, Spargel, Avocados und Grünkohl.

Protein spielt auch eine große Rolle bei der Reparatur von beschädigtem Gewebe. Fügen Sie gutes Protein zu jeder Mahlzeit ein. Meine Bevorzugten sind Gras oder Bio-Fleisch, Wildfisch, Nüsse und Eier.

Zink ist wichtig für die Herstellung des Bindegewebes sowie für Knorpel und Knochen. Es neutralisiert auch freie Radikale, die für gesunde Zellen destruktiv sind. Holen Sie sich Zink aus Austern, Garnelen, Jakobsmuscheln, Sesamsamen, Kürbiskernen, rotem Fleisch, Geflügel, Bohnen, Nüssen, Vollkornprodukten.

Viel Sauerstoff in Ihrem Körper ist auch wichtig für den Heilungsprozess. Eisen ist das „Transportfahrzeug“, das sauerstoffhaltige Körperzellen liefert. Essen Sie hochwertige eisenreiche Lebensmittel wie Rindfleisch, Brokkoli und Aprikosen, um sicherzustellen, dass Sie genug bekommen.

Wasserhaushalt

Bindegewebe besteht aus 70 Prozent aus Wasser. Damit es seine Funktionen erfüllen kann, sollte man daher viel Flüssigkeit zu sich nehmen.Drei Liter Wasser oder ungesüßte Kräutertees sind perfekt für jeden, der sein Bindegewebe stärken möchte.

Bewegung & Sport

Damit das Bindegewebe weiterhin Kollagen produziert, benötigt es entsprechende Bewegungsimpulse. Außerdem verbessert Bewegung die Durchblutung und den Hautstoffwechsel. Experten raten, drei Mal in der Woche Ausdauersport zu treiben.

Ob Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen, alle Sportarten tun dem Bindegewebe gut, da sie die Durchblutung fördern und die Muskelkraft trainieren.

Was kann man noch tun?

Gut für das Bindegewebe sind auch Wechselduschen in Kombination mit Bürstenmassagen. Sie sorgen für eine extra Durchblutung und regen somit den Stoffwechsel an. Mit kreisenden Bewegungen der Bürste und leichtem Druck werden die Problemzonen massiert.

Zusätzlich können Algen- und Meersalzbäder genommen werden. Sie fördern die Entsäuerung bzw. die Mineralisierung des Körpers. Daneben gibt es spezielle Basenbäder, die das Bindegewebe mineralisieren.

Nahrungsergänzung

Vitamine und Mineralien können zusätzlich durch Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Achten Sie auf eine hohe Bioverfügbarkeit.